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Zeiterfassung auf der Baustelle heißt: Beginn, Ende und Pausen jedes Mitarbeiters werden pro Tag und Projekt festgehalten – als Nachweis für Gesetz, Lohnabrechnung und Nachkalkulation. Die Pflicht kennt jeder. Das Problem sind die Zettel, die freitags fehlen, und die Stunden, die im Büro jemand abtippt.

Hier erfährst du, was das Gesetz im Baugewerbe genau verlangt, welche Wege es für die digitale Zeiterfassung im Baugewerbe gibt und wie die Kolonne ihre Stunden per WhatsApp meldet – ohne neue App und ohne dass im Büro noch jemand abtippt.
Zeiterfassung auf der Baustelle ist die tägliche Aufzeichnung von Arbeitsbeginn, -ende und Pausen – zugeordnet zu Projekt und Gewerk. Die Aufzeichnung dient als Nachweis bei Prüfungen, als Grundlage für den Lohn und für die Nachkalkulation. Auf der Baustelle zählen für den Überblick auch Subunternehmer, deren Stunden ihr eigener Arbeitgeber aufzeichnen muss, und Leiharbeiter, für die im Baugewerbe du als Entleiher aufzeichnungspflichtig bist.
Was du aufschreiben musst und was sich zusätzlich lohnt:
Mobile Zeiterfassung auf der Baustelle meint dasselbe, nur ohne Papier: Die Zeiten werden direkt vor Ort per Smartphone gemeldet und kommen projektbezogen im Büro an. Ob das per App, Terminal oder WhatsApp passiert, ist eine Frage des Wegs – die Unterschiede findest du im Vergleich der vier Wege.
Ja. Jeder Arbeitgeber muss die Arbeitszeit seiner Mitarbeiter erfassen – das folgt aus dem Arbeitsschutzgesetz, wie das Bundesarbeitsgericht 2022 entschieden hat. Im Baugewerbe gilt zusätzlich § 17 MiLoG mit festen Fristen. Wer die Aufzeichnungen nicht, unvollständig oder zu kurz aufbewahrt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 30.000 €.
| Regel | Was sie verlangt | Quelle |
|---|---|---|
| EuGH, Urteil vom 14.05.2019 (C-55/18) | Arbeitgeber brauchen ein objektives, verlässliches und zugängliches System, mit dem die tägliche Arbeitszeit gemessen wird. | curia.europa.eu |
| BAG, Beschluss vom 13.09.2022 (1 ABR 22/21) | Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung gilt in Deutschland schon heute, abgeleitet aus § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG. | bundesarbeitsgericht.de |
| § 17 MiLoG i. V. m. § 2a SchwarzArbG | Im Baugewerbe Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit spätestens am siebten Kalendertag nach dem Arbeitstag aufzeichnen und mindestens zwei Jahre aufbewahren. | § 17 MiLoG, § 2a SchwarzArbG |
| § 21 Abs. 1 Nr. 7, Abs. 3 MiLoG | Bußgeld bis 30.000 €, wenn Aufzeichnungen fehlen, unvollständig sind oder nicht zwei Jahre aufbewahrt werden. | § 21 MiLoG |
Im Baugewerbe müssen Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit bis zum siebten Tag nach dem Arbeitstag aufgezeichnet und zwei Jahre aufbewahrt werden.
Eine bestimmte Form schreibt das Gesetz derzeit nicht vor – ob Papier, App oder Meldung per Chat. Entscheidend ist, dass das System objektiv, verlässlich und zugänglich ist und die Angaben vollständig und rechtzeitig vorliegen. Eine Reform des Arbeitszeitgesetzes mit Pflicht zur elektronischen Erfassung ist geplant, aber noch nicht beschlossen (Stand: Oktober 2026).
Welche Betriebe genau unter § 2a SchwarzArbG fallen und welche Ausnahmen es gibt, liest du im Beitrag zur Zeiterfassungspflicht im Baugewerbe.
Stundenzettel scheitern nicht am Ausfüllen, sondern am Weg ins Büro. Die Zettel kommen zu spät, unvollständig oder ohne Projekt an – und dann tippt jemand jede Stunde ein zweites Mal ab. Je mehr Baustellen und Gewerke parallel laufen, desto größer wird der Stapel, den das Büro jede Woche zusammensuchen muss.
Was in der Praxis passiert:
Das Problem ist selten die Pflicht, sondern der Weg vom Zettel ins Büro: Jede Stunde wird zweimal erfasst – auf der Baustelle und beim Abtippen.
Wenn du vorerst bei Papier bleibst, nimm wenigstens ein einheitliches Format für alle Kolonnen, zum Beispiel unsere Stundenzettel-Vorlage für die Baustelle. Wie der Schritt weg vom Papier aussieht, zeigt der Beitrag zum digitalen Stundenzettel.
Es gibt vier Wege: Papier, Zeiterfassungs-App, Terminal am Container und Erfassung per WhatsApp. Entscheidend ist, ob die Kolonne es jeden Tag macht. Eine Zeiterfassung, die auf der Baustelle niemand nutzt, liefert dem Büro wieder Lücken – egal, wie gut die Auswertung danach ist.
Gibt es digitale Zeiterfassung für Bauteams? Ja, in drei Formen: als App, als Terminal und als Meldung per Chat. Welche App sich für die Zeiterfassung auf der Baustelle eignet, entscheidet dabei weniger der Funktionsumfang – die meisten Apps können stempeln, auswerten und exportieren. Den Unterschied macht, was die Kolonne dafür tun muss: App installieren, Zugang merken, jeden Tag daran denken. Auch der Subunternehmer, der nur drei Wochen auf der Baustelle ist.
| Weg | Was die Kolonne tun muss | Projektbezug | Subunternehmer | Kosten-Logik |
|---|---|---|---|---|
| Papier-Stundenzettel | Zettel ausfüllen und im Büro abgeben | Nur, wenn jemand das Projekt draufschreibt | Eigener Zettel, eigenes Format | Kaum Material, aber Arbeitszeit im Büro fürs Abtippen |
| Zeiterfassungs-App | App installieren, einloggen, ein- und ausstempeln | Projekt wird in der App ausgewählt | Brauchen meist einen eigenen Zugang | Meist pro Kopf oder pro Nutzer |
| Terminal am Container | Mit Karte oder Chip am Gerät stempeln | Über den Standort des Terminals | Karten ausgeben und verwalten | Hardware und Montage je Baustelle, dazu die Software |
| Per WhatsApp mit Valoon | „Start“ und „Ende 16:30“ in den Projekt-Chat schreiben | Valoon ordnet jede Meldung dem Projekt zu | Schreiben im selben Chat mit, ohne Lizenz | Kostenlos für die Baustelle, bezahlt wird pro Büro-Platz |
Ein Terminal lohnt sich vor allem auf großen Baustellen, die über viele Monate laufen und einen festen Zugang haben, etwa am Baucontainer. Auf kurzen Einsätzen und wechselnden Baustellen muss es dagegen ständig mitwandern. Auch hier zählt am Ende nur eins: dass die Kolonne jeden Tag stempelt.
Drei Fragen helfen bei der Entscheidung: Muss auf der Baustelle jemand etwas Neues installieren oder lernen? Kommen die Stunden mit Projekt im Büro an, ohne dass jemand nachfragt? Und was passiert mit Subunternehmern und Aushilfen, die nur ein paar Wochen da sind? Wer pro Kopf bezahlt, rechnet bei wechselnden Kolonnen jeden Monat neu.
Die beste Zeiterfassung auf der Baustelle ist die, für die niemand eine neue App lernen muss.
Bei Valoon meldet jeder seine Arbeitszeit dort, wo die Baustelle ohnehin schreibt: im WhatsApp-Chat des Projekts. Eine kurze Nachricht zu Arbeitsbeginn und Feierabend reicht. Valoon ordnet die Meldungen dem Projekt zu, das Büro sieht die Stunden und gibt sie an die Lohnabrechnung weiter – ohne Zettel und ohne Abtippen.
Ein typischer Fall: Auf einer Rohbaustelle arbeiten Maurer, Betonbauer und Zimmerer parallel, dazu ein Subunternehmer für die Schalung. Bisher führt jede Kolonne eigene Zettel, und das Büro sucht sie am Monatsende zusammen. Mit Valoon schreibt jeder morgens „Start“ und abends zum Beispiel „Ende 16:30“ in den Chat des Projekts. Valoon ordnet alle Meldungen diesem Projekt zu. Im Büro liegen die Stunden gesammelt vor: die der eigenen Kolonnen für die Lohnabrechnung, die des Subunternehmers zum Abgleich mit seiner Rechnung.
Subunternehmer schreiben im selben Projekt-Chat mit wie die eigene Kolonne – ohne neue App und ohne Lizenz. Ihre Stunden landen im selben Projekt. Die Aufzeichnungspflicht für ihre Leute bleibt bei ihrem Arbeitgeber. Du hast trotzdem schwarz auf weiß, wer wann auf deiner Baustelle war.
Die Baustelle bleibt in WhatsApp, das Büro bekommt saubere Stunden. Pro Projekt und ohne Abtippen.
Die Stunden liegen in der digitalen Bauakte des Projekts, neben Fotos, Berichten und Mängeln. Wie das im Detail aussieht, zeigt der digitale Stundenzettel von Valoon.
Die Baustelle kostet nichts, bezahlt werden nur die Büro-Plätze.
Was ein Büro-Platz kostet, findest du unter Preise.
Per Export: Die Stunden gehen als CSV-Export mit einem Klick in den DATEV-Import. Welche weiteren Systeme sich anbinden lassen, zeigt die Übersicht der Schnittstellen. So kommt jede Stunde so ins System, wie sie auf der Baustelle gemeldet wurde – ohne dass sie im Büro noch einmal abgetippt wird.
Weil die Meldungen jeden Tag im Projekt ankommen, fällt eine Lücke früh auf – nicht erst am Monatsende, wenn die Sieben-Tage-Frist längst vorbei ist.
Für Betriebe mit vielen kleinen Aufträgen statt langer Baustellen gelten eigene Abläufe, mehr dazu unter Zeiterfassung im Handwerk. Wie das Büro die Stunden für Lohn und Zuschläge aufbereitet, erklärt der Beitrag Zeiterfassung für die Lohnbuchhaltung.
Ja. Valoon ist DSGVO-konform, verarbeitet die Daten auf Servern in Deutschland und nutzt die offizielle WhatsApp Business API. Die Kolonne meldet ihre Zeiten im Projekt-Chat, das Büro sieht sie gesammelt im Projekt. Wie bei jeder digitalen Zeiterfassung informierst du die Mitarbeiter vorab, und der Betriebsrat (falls vorhanden) muss bei der Einführung zustimmen.
Die Nachricht bleibt auf dem Handy und geht automatisch raus, sobald wieder Netz da ist. Damit die Zeit trotzdem stimmt, schreibst du die Uhrzeit am besten direkt in die Nachricht, also zum Beispiel „Ende 16:30“ statt nur „Ende“. So steht im Projekt-Chat eindeutig, wann Feierabend war – auch wenn die Meldung erst später ankommt.
Nein. Das Gesetz verlangt Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit in einem System, das objektiv, verlässlich und zugänglich ist. Einen Standort verlangt es nicht. Standortdaten sind außerdem heikel, denn sie fallen unter die DSGVO, und wo es einen Betriebsrat gibt, bestimmt er bei ihrer Erfassung mit. Prüf deshalb genau, ob du sie wirklich brauchst.
Mindestens zwei Jahre. Im Baugewerbe musst du Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit nach § 17 MiLoG spätestens am siebten Tag nach dem Arbeitstag aufzeichnen und ab diesem Zeitpunkt zwei Jahre aufbewahren. Das gilt für Papier genauso wie für digitale Stundenzettel.
Das hängt vom Modell ab. Zeiterfassungs-Apps rechnen häufig pro Kopf oder pro Nutzer ab – bei wechselnden Kolonnen und Subunternehmern ändert sich der Betrag dann jeden Monat. Bei Valoon ist es umgekehrt: Für die Baustelle zahlst du nichts, abgerechnet werden nur die Büro-Plätze. Was ein Büro-Platz kostet, findest du unter Preise.
Jetzt loslegen
Sieh in 30 Minuten, wie Valoon die Stundenzettel deiner Baustellen übernimmt: Deine Kolonne schreibt weiter in WhatsApp – Valoon ordnet die Zeiten automatisch dem richtigen Projekt zu.